Die Quantenbedrohung für verschlüsselte Daten ist bereits Realität. Kryptoagilität ist der Weg, sich einen Vorsprung zu verschaffen.
Es gibt den Mythos, das Quantenrisiko sei ein Problem der 2030er-Jahre. Das stimmt nicht. Durch „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffe sammeln Angreifer schon heute verschlüsselte Daten und Archive in der Erwartung, sie entschlüsseln zu können, sobald Quantencomputer dazu in der Lage sind. Für alle Daten, die jahrzehntelang geheim bleiben müssen, hat die Kompromittierung faktisch bereits stattgefunden. Die Antwort auf diese Bedrohung ist Kryptoagilität.
Warum eine Migration nicht genügt
Organisationen, die RSA und Elliptische-Kurven-Verfahren fest in ihre Anwendungen verdrahtet haben, stehen nun vor der Herausforderung, das zu ändern. Eines ist vorhersehbar: Kryptografie ändert sich schneller als in der Vergangenheit. Die Post-Quanten-Migration ist der unmittelbare Treiber, doch Algorithmen werden weiterhin durch stärkere und sicherere ersetzt werden müssen. Die Fähigkeit, Kryptografie schnell und sicher auszutauschen, schützt Sie nicht nur bei diesem Übergang, sondern auch bei späteren Änderungen.
Wie Sie Kryptoagilität schaffen
- Kryptografie inventarisieren: Wissen Sie, wo jeder Algorithmus, Schlüssel und jedes Zertifikat über Anwendungen, Infrastruktur und Lieferanten hinweg eingesetzt wird?
- Kryptografie von Anwendungen abstrahieren: Nutzen Sie zentrale Services und APIs, damit sich Algorithmen ändern lassen, ohne jede App neu zu entwickeln.
- Zertifikate und Schlüssel automatisieren: Lebenszyklus-Automatisierung erlaubt das automatisierte Rotieren. Wichtig bei immer kürzer werdenden Zertifikatsgültigkeiten.
- Hybride Post-Quanten-Verfahren: Diese kombinieren klassische mit Post-Quanten-Algorithmen, wie vom BSI empfohlen. So sind Sie resilient, ohne sich allein auf die neuen Algorithmen verlassen zu müssen.
- Kontinuierlich überwachen: Definieren Sie Richtlinien und überprüfen Sie deren Anwendung und Einhaltung. Ersetzen basierend auf einer Risikoanalyse und Machbarkeit schwache Algorithmen durch neue Post-Quanten-Verfahren.
Bedrohung in Vorteil verwandeln
Mit einem definierten Vorgehen jetzt zu starten zahlt sich aus. Wer Bestände frühzeitig inventarisiert und Risiken bewertet, vermeidet Zeitdruck durch näher rückende Fristen, auch im Kontext von NIS2 und DORA, die Krypto-Resilienz zunehmend einfordern. Zudem verhindert eine strukturierte Migration Fehlinvestitionen und schafft die Basis für Krypto-Agilität gegenüber künftigen Bedrohungen.
Wie CRYPTAS unterstützt
CRYPTAS hilft Ihnen, Kryptoagilität in PKI, Verschlüsselung und Schlüsselmanagement einzubauen. Vom Erfassen Ihres kryptografischen Bestands bis zum Entwurf von Abstraktion und Automatisierung, die einen sicheren Algorithmen Wechsel ermöglichen. Wir richten Ihren Fahrplan an den BSI-Empfehlungen und Ihren regulatorischen Pflichten aus, sodass die Post-Quanten-Migration zu einem kontrollierten Programm wird statt zu einem Rettungseinsatz.
Warten Sie nicht bis die Frist verstrichen ist. Sprechen Sie heute mit CRYPTAS über den Aufbau von Kryptoagilität.